Auch bei der ersten Veranstaltung im Jahr 2017 standen die Auswirkungen des Krankenhausstrukturgesetzes im Mittelpunkt der Diskussion.
Ist das Krankenhausstrukturgesetz wirklich eine Erfolgsgeschichte oder nur ein erster Schritt in die richtige Richtung? Was hat sich nach über einem Jahr nach der Einführung des Gesetzes für die Industrie aber auch die Krankenhäuser verändert und wie fällt die Beurteilung durch die Krankenkassen aus? Diese Themen standen im Mittelpunkt des ersten Treffens 2017 von P.E.G. eG und Industrie, bei dem sich rund 45 Industriepartner aus den Bereichen Medizintechnik, Telemedizin, Hygiene und Logistik über ihre Erfahrungen austauschten.

„Das Krankenhausstrukturgesetz – Minimalansätze, aber kein großer Wurf.“, mit diesen Worten eröffnete Anton J. Schmidt, Vorstandsvorsitzender der P.E.G. eG die Veranstaltung und ging dabei auf die Punkte Qualitätssteigerung, Optimierung der Versorgungsstruktur, Begrenzung des Leistungsmengenzuwachses sowie die Pflege am Bett als die vier Kernthemen des Gesetzes ein. „Diese Kernthemen sind gute Ansätze, reichen aber nicht aus, um es mit dem Trend aufzunehmen“, so Schmidt. „Ein Ungleichgewicht bei der Verteilung der Mittel“ sah Alfred Kindshofer, Leiter Vertragsmanagement bei der BARMER Landesvertretung Bayern, unter anderem im Ergebnis des Krankenhausstrukturgesetzes. Als positiv beurteilte er die im Gesetz enthaltenen Qualitätsaspekte, die er als gut im Ansatz aber enttäuschend in der Umsetzung ansah. „Qualitätsvorgaben des G-BA als Grundlage für Planungsentscheidungen – leider nicht gesetzlich verpflichtend für die Länder!“, so Kindshofer. Aktuelle Informationen zum Krankenhauseinkauf, Verpflegungs- und Stammdatenmanagement sowie Weiterbildungsmaßnahmen, rundeten das Treffen der P.E.G. eG mit der Industrie ab.