Am 23. Juli fand der Arbeitskreis „Krankenhaus der Zukunft“ von Health Care Bayern statt

Krankenhausbau, Prozesse und Digitalisierung – eine Chance in Zeiten knapper Budgets?“
und „Psychische Gefährdungsbeurteilung in Gesundheitseinrichtungen: Risiken erkennen – Chancen nutzen“

Frank-Michael Frede, Geschäftsführer VAMED Deutschland: Er warb in seinem Vortrag für vorausschauendes Bauen auch unter Nutzung von Tools wie BIM (Building Information Modeling). Bei einem Neubau und entsprechender Simulation der Zukunft (5,10 ggfs. auch 25 Jahre) würden beim Bau so zukünftige Notwendigkeiten gut berücksichtigt werden können. Außerdem können Auslastungsgrade optimiert werden, insbesondere im teuren OP Bereich (Stichwort: müssen alle OP-Räume Voll-OPs sein?) aber auch in der IT. Neubauten sollen voll digitalisiert durchdacht werden, wobei realistisch 20% der Prozesse dann doch analog bleiben werden. Durch die Trennung Investitionsmittel/Betriebsmittel sei eine ganzheitliche finanzielle Betrachtung nicht ganz unkompliziert, insbesondere was die IT Ausstattung anginge.
VAMED ist zur Zeit groß beim Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Lübeck/Kiel) tätig. Dort beginnt man schon jetzt mit dem Change Management, damit die Mitarbeiter sich mit den neuen Gebäuden und den damit einhergehenden Abläufen lernen zu identifizieren.

Jeder Arbeitgeber ist dazu verpflichtet ab dem ersten Mitarbeiter alle drei Jahre eine Psychische Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Ressourcen stärken und Belastungen vermeiden – psychische Gefährdungsbeurteilungen können ein hilfreiches Instrument darstellen. Alexander Timm, CEO MediSinn AG, zeigte in seinem Vortrag „Psychische Gefährdungsbeurteilung in Gesundheitseinrichtungen: Risiken erkennen – Chancen nutzen“ anhand von praktischen Beispielen auf, wie psychische Belastungen rechtzeitig identifiziert, analysiert und zielführende Maßnahmen abgeleitet werden können. Herausforderungen seien bei der Implementierung (s.a. die Präsentation) die Einbindung des Betriebsrates und die besondere Berücksichtigung des Datenschutzes. Auch sollten die verschiedenen Muttersprachen (in einem Projekt 7 Stück) berücksichtigt werden. Schließlich ginge es darum, versteckte psychische Belastungen richtig zu erkunden. So seien in einem Projekt die informelle Whatsapp Planung bei der Personalplanung von Mitarbeitern im Pflegebereich als belastend empfunden worden. Dies würde nun wieder auf Leitungsebene koordiniert werden.

Einen herzlichen Dank an die P.E.G. , die uns wieder hervorragend willkommen geheißen hat, und an unsere beiden Arbeitskreisleiter Anton Schmidt und Dr. Axel Fischer.

Für Rückfragen steht Ihnen gerne Health Care Bayern e.V. zur Verfügung.

Von |26 07 2018|

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