Herausforderungen der gerontopsychiatrischen Pflege begegnen können – Grundkurs

Verhalten gemeinsam verstehen und gemeinsam handeln

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Datum/Zeit
Date(s) - 08. September 2020 - 10. September 2020
9:00 - 16:30

Veranstaltungsort

München, PEG - DIE AKADEMIE

Kreillerstr. 24,
81673, München

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Referent

Tobias Münzenhofer,

Tobias Münzenhofer

Fachreferent

Seit 1999 in der direkten gerontopsychiatrischen Pflege als staatl. anerkannter Altenpfleger, Fachpfleger, Pflegeexperte, Fachreferent und Praxisanleiter der stationären Alten- und Krankenpflege tätig.

Für Begleitpersonen von gerontopsychiatrisch erkrankten Personen stellt das veränderte Verhalten eine große Herausforderung dar. Insbesondere der Umgang mit Menschen mit Demenz, Depressionen und Psychosen fällt uns schwer und lässt uns manchmal fast hilf- oder ratlos in der Situation zurück. Wenn ein Mensch kürzlich Erlebtes schnell vergisst und sich selbst bei einfachen Tätigkeiten kaum konzentrieren kann, muss nicht immer eine Demenz schuld sein. Es gibt Krankheiten, die ähnliche Symptome auslösen, aber ganz andere Ursachen haben. Dazu zählen Depression und Delir. Übrig bleiben – auf keinen Fall gewollt – nicht selten Frust oder Aggression auf beiden Seiten. Das Handeln und herausfordernde Verhalten von gerontopsychiatrisch erkrankten Personen ist immer auch ein Ausdruck ihres Erlebens. Es kann aber verstanden werden und bietet das Potential für die beziehungsfördernde Interaktion und Kommunikation. Wird dieses Potential genutzt, verändert sich das Miteinander und führt sowohl bei der betroffenen Person, als auch beim Begleitenden zu einem erlebbaren Mehr an Selbstwirksamkeit und Wohlbefinden. Begeben Sie sich auf die Suche nach der subjektiven Bedeutung von Verhaltensweisen, damit individuell angemessene Antworten für den Umgang im Alltag gefunden werden können. Bei diesem modularen Grundkurs besteht die Möglichkeit, auch an einzelnen Modulen teilzunehmen.

Inhalt

Validationsmethoden und die Deeskalation als Haltung aus einem tiefen Verständnis heraus verinnerlicht, soll allgegenwärtig gemeinsam gelebt werden können und nicht regelhaft angewandt in der konkreten Situation. Einfühlungsvermögen oder Empathie besteht aus dem Prozess wahrnehmen, erkennen, mitfühlend und helfend eingreifen, was schnell und unbewusst abläuft. Unser intuitives Handeln baut auf zumeist verborgenen Kompetenzen und Erfahrungen auf. Das heißt, dass unsere gegenwärtige Interaktion, Kommunikation und unser Verhalten mit dem Gegenüber überwiegend unbewusst abläuft und nur mit einem sehr geringen Anteil, z. B. auf spezielle im Ablauf festgelegte Kommunikationsmethoden oder anderen Umgangsformen wie Regeln, zurückgreift. In diesen Modulen werden Pflegekompetenzen permanent durch neues Lernen an eigenen Erfahrungen, aber auch an den fremden Erfahrungen, an Fällen – auch an Zwischenfällen, Wahrnehmungen und Reflexionen – ausgebaut und vervollständigt.

Modul I „Der gerontopsychiatrische Klient“ am 08.09.2020

Die Teilnehmer erlernen die Bedeutung der Altersmedizin im Kontext der psychischen Störungen im Alter kennen und, durch ihr hierbei erworbenes Krankheitsverständnis, auch wertfrei und objektiv davon abzugrenzen. Dieses Modul unterstützt dabei, Grundlagenwissen zu den großen Symptomkomplexen wie Delir, Depression, Demenz und Psychosen aufzufrischen und zu differenzieren.

Modul II „Die Validation als Grundhaltung anwenden“ am 09.09.2020

Demenz verstehen und verstanden werden: „Ein Umgang mit Bedürfnissen, Emotionen, Körpersprache“. Spüren Sie in diesem Modul, was Verwirrtheit und Verstörtheit im Kontext kognitiver Störungen bedeutet und was in Folge ausgelöst werden kann. Das Verhalten der Desorientierten verstehen und ihre Bedürfnisse erkennen.

Modul III „Umgang mit nicht-kognitiven Verhaltensweisen“ am 10.09.2020

„Ist jedes herausfordernde Verhalten eine Reaktion auf die Umwelt?“ Finden Sie in diesem Modul gemeinsam Ursachen zu den nicht-kognitiven Verhaltenssymptomen bei Menschen mit Demenz. Bilden Sie gemeinsam Erklärungsansätze und Verstehenshypothesen, die dieses Verhalten noch besser erklären können und diesem einen Sinn geben. Erarbeiten Sie tragfähige Lösungsvorschläge für den Umgang mit herausforderndem Verhalten für den einzelnen und das Team selbst. Nicht jedes herausfordernde Verhalten muss und kann „abgestellt“ werden, manchmal muss sich die Umgebung ändern.

Seminarziele

  • Den persönlichen Ausgangspunkt reflektieren (Annahme über gerontopsychiatrisch erkrankte Personen)
  • Die Selbstwirksamkeit der pflegebedürftigen Menschen wahrnehmen und ihnen im letzten Schritt ihre Selbstwirksamkeit erfahrbar machen
  • Das “WIE” ist wichtiger als das “WAS”

Zielgruppe

  • Pflegefachkräfte und Pflegehilfskräfte (qualifiziert für Betreuungskräfte nach § 53c SGB XI sowie § 45b SGB XI)

Teilnahmegebühr

(einschließlich Unterlagen und Seminarverpflegung, zzgl. USt.)
EUR 690,00
P.E.G.-Mitglieder erhalten 10% Rabatt.

Buchung der Einzelmodule (EUR 249,00) sind auf Anfrage möglich.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen.


Veranstalter

PEG - DIE AKADEMIE

PEG - DIE AKADEMIE

www.peg-dieakademie.de

Kategorien

Schlagwörter

deeskalation, Demenz, Fallbesprechung, gerontopsychiatrie, gewalt, herausforderndes verhalten, Pflege, Validation

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Von |08 09 2020|

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